Eva Eckert schließt ihren Schreibwarenladen

Das Aus für Tabak und Schreibwaren Eckert im Saarbrücker Nauwieser Viertel

Seit einigen Wochen war an der Tür zum Laden von Eva ein rotes Plakat zu sehen. Eva Eckert kündigte ihren Kunden an, dass sie ihren Tabakladen in der Blumenstraße 13 im Nauwieser Viertel zum 1. Januar 2013 schließen werde.

 

„Vielen Dank für die jahrelange Treue“ schreibt sie nüchtern dazu. Im Jahre 1988 übernahm sie das Geschäft von ihrer Mutter. Im Nauwieser Viertel waren Eva und ihr Geschäft bekannt und wuchs den Menschen ans Herz. Freunde, die sie gerne besuchten ,hinterlassen die Nachricht „Hallo Eva, warum machst du deinen Laden dicht? War immer mein Lieblingsladen für Tabak und Titanic.“

 

Doch warum gibt Eva auf? Der Laden von Eva Eckert wurde am 13. Dezember 2012 ausgeraubt. Ein Mann um die 40 bedrohte sie mit einem Messer. Der Mann packt sie am Arm und schubst sie zur Kasse. Sie machte dem Räuber die Kasse auf und gab ihm das Geld. Der Räuber verschwand. Und obwohl die Polizei sehr schnell vor Ort war, konnte die eingeleitete Ringfahndung niemanden finden.

 

Den Termin bei der Kripo schiebt sie 3 Wochen vor sich hier. Sie soll dort ein Phantombild erstellen. Für sie ist es der erste Raubüberfall in ihrem Leben. Insgesamt wurde in den vergangen 24 Jahren zehn Mal eingebrochen. Die Frontscheibe wurde mehrfach zerschlagen. „Der letzte Überfall ist einfach zu viel" sagt Eva. Der Laden ist inzwischen beinahe geräumt, nur ein paar Artikel liegen noch in den Regalen. Vor allem wegen ihrer Stammkunden ist Eva traurig. Einige der Kunden kamen einfach mal zu einem Schwätzchen vorbei oder um sich bei ihr auszuruhen.

 

Das Nauwieser Viertel in Saarbrücken muss nun leider ohne den Laden von Eva auskommen. Schade für das Viertel. Wir wünschen Eva Eckert alles Gute für ihr Leben.